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Gesund altern: Mehr Lebensjahre bei bester Gesundheit!

Tag der älteren Menschen

Die Deutschen werden immer älter. Gründe für diesen Anstieg der Lebenserwartung sind eine stetig verbesserte Gesundheitsversorgung und vorteilhaftere Lebensbedingungen. Konnte eine 60-jährige Frau 1970 noch davon ausgehen, weitere 19 Jahre zu leben, waren es 2012 bereits 25 Jahre und für 2050 werden sogar 29 Jahre vorausgesagt. Bei Männern zeigt sich der gleiche Trend. Sie erwarteten 1970 noch 15 Lebensjahre, 2012 noch mehr als 21 Jahre und 2050 werden es voraussichtlich bis zu 25 Jahre sein.

Experten sagen voraus, dass im Jahr 2060 nur noch 16 Prozent der Einwohner Deutschlands unter 20 Jahre alt sein werden. Die 20- bis 59-Jährigen werden 45 Prozent der Bevölkerung stellen und beinahe 40 Prozent der Menschen werden dann über 60 Jahre alt sein. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung wächst die Gruppe der Senioren also am stärksten, nämlich um 13 Prozent.

Eine alternde Gemeinschaft stellt die Gesellschaft und insbesondere die Sozialsysteme vor große Herausforderungen. Vorboten gibt es schon in der Gegenwart, so müssen die Deutschen beispielsweise immer länger arbeiten, das Renteneintrittsalter wurde auf 67 Jahre angehoben. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der demografische Wandel nicht überall gleichmäßig vollziehen wird. Ballungszentren werden auch in Zukunft boomen und vor allem junge Familien anlocken, während ländliche Gebiete mit Abwanderung, Überalterung und der Sicherstellung der notwendigen Infrastruktur wie Ärzten, Einkaufsmöglichkeiten oder kulturellen Angeboten zu kämpfen haben werden.

Gesund alt werden: Jeder hat es ein Stück weit selbst in der Hand

Von all diesen drohenden Problemen mag der Einzelne im Moment noch nicht viel spüren. Die Sorgen der sogenannten „Silver Ager“ von heute sind eher praktischer Natur. Viele Menschen haben einen einfachen und verständlichen Wunsch: ein langes Leben bei bester Gesundheit, also gesund zu altern. Jeder gewonnene Lebensmonat ohne gesundheitliche Einschränkungen oder Schwerbehinderungen ist ein wertvolles Gut. Zum Glück hat es jeder auch ein Stück weit selbst in der Hand, gesund alt zu werden. Das Befolgen ein paar einfacher Ratschläge führt schnell zu einem Mehr an Lebensqualität im Alter:

  1. Bleiben Sie sportlich, denn Sport ist ein wahrer Jungbrunnen. Studien zeigen, dass vor allem Ausdauersportarten Herz und Kreislauf schützen und sogar bis zu einem gewissen Maß die Krebs- und Alzheimer-Vorsorge unterstützen können.
  2. Kontrollieren Sie Ihr Gewicht. Übergewichtige sollten versuchen, überzählige Pfunde zu verlieren, denn jedes zusätzlich herumgetragene Kilo belastet Knochen und Gelenke. Sie verschleißen so schneller. Doch auch eine schnelle Gewichtsabnahme ist ein Warnsignal. Beispielsweise geht altersbedingter Muskelabbau mit Gewichtsverlust einher. Durch ihn jedoch steigen wiederum die Gebrechlichkeit und die Gefahr schwerer Stürze.
  3. Bleiben Sie gesellig. Gesellschaft tut dem Menschen gut, denn er ist von Natur aus ein soziales Wesen. Der Austausch mit Freunden und der Familie regt nebenbei die Gehirnaktivität an. Soziale Interaktionen, zum Beispiel in einem Ehrenamt oder in einem Verein, gelten daher als wichtiger Baustein in der Demenzvorsorge.
  4. Werden Sie Nichtraucher. Es ist nie zu spät, um mit dem Rauchen aufzuhören. Nikotin gilt als die häufigste Ursache von Lungenkrebs, fördert schwere Atemwegserkrankungen wie COPD und ist ein Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Studien zeigen, dass selbst eine späte Abstinenz von Nikotin und Glimmstängel sich noch lohnt, um das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich zu reduzieren.
  5. Ernähren Sie sich gesund. Ein abwechslungsreicher Speiseplan mit vielen Vitaminen, Ballaststoffen, Eiweiß und hochwertigen Fetten wirkt sich mehr als positiv auf die Gesundheit aus. Essen Sie öfters Fisch, denn die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sind nicht nur für die grauen Zellen wichtig. Sie helfen auch dabei, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgrund von Hypertonie zu reduzieren. Neueste Studien belegen außerdem, dass Fisch vor Depressionen schützen kann.
  6. Nehmen Sie Vorsorge-Termine wahr. Regelmäßig den Blutdruck überprüfen zu lassen, tut nicht weh. Eine Darmspiegelung ist vielleicht nicht angenehm, aber die einzige Möglichkeit, um zuverlässig Darmpolypen zu entdecken und zu entfernen, bevor sich daraus Darmkrebs entwickeln kann. Generell gilt: Je früher eine Krankheit entdeckt wird, desto besser sind die Behandlungs- und Heilungschancen.
  7. Reduzieren Sie Stress. Gönnen Sie sich bewusste Auszeiten. Wer ständig unter Strom steht, kann schlechter schlafen. Darunter leidet nicht nur die Psyche, sondern auch das Immunsystem. Stress begünstigt außerdem Herzerkrankungen. Entwickeln Sie daher Rituale, die den Stress bekämpfen. Das kann abends die Tasse Tee und ein gutes Buch sein oder der tägliche Waldspaziergang. Für den Stressabbau ebenso geeignet sind Yoga oder Autogenes Training.
  8. Lebenslanges Lernen. Geistigem Abbau kann man entgegenwirken, indem man beständig für neuen Input sorgt. Der Satz: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ ist längst überholt, denn auch im Alter kann man lernen. Wie wäre es mit einer neuen Fremdsprache? Sie wollten schon immer ein Musikinstrument lernen? Prima, dann tun sie es! Fangen Sie am besten noch heute damit an. Ein neues Hobby sorgt dafür, dass sich neue Verbindungen im Gehirn bilden. So erhöht sich die geistige Fitness.
  9. Achten Sie auf Ihre Zähne. Krankheitskeime im Mund können schwere Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Parodontose beispielsweise begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen.  Tägliches Zähneputzen und der jährliche Check-Up beim Zahnarzt sind unerlässliche Bausteine der Mundhygiene und der Gesundheitsvorsorge.
  10. Bleiben Sie optimistisch und behalten Sie Ihren Humor. Studien belegen: Optimisten leben einfach länger.

Herausforderungen für Wissenschaft und Gesundheitswesen

Auch die Forschung sucht intensiv nach Wegen, den Alterungsprozess aufzuhalten. Es geht dabei nicht vordergründig darum, den ewigen Jungbrunnen zu finden, sondern die Zeit von starken Einschränkungen und intensiver Pflegebedürftigkeit zu verkürzen. Beispielsweise wird versucht, die Schäden an Knorpeln und Gelenken mithilfe von Stammzellen direkt an Ort und Stelle zu reparieren – oder komplettes,  körpereigenes Gewebe zu züchten und zu implantieren. Bislang musste zum Beispiel bei Arthrose ein künstliches Hüft- und Kniegelenk eingesetzt werden – mit allen Risiken, die eine solche Operation mit sich bringt, beispielsweise bei Narkose und Wundheilung. Die Erkenntnisse aus der Stammzellforschung können aber auch den Bandscheiben-Geplagten und Osteoporose-Patienten neue Therapie-Optionen eröffnen. Wenn sich zum Beispiel bei Osteoporose die Knochendegeneration aufhalten ließe, hätten Stürze möglicherweise nicht mehr ganz so schwerwiegende Konsequenzen und würden demzufolge auch nicht mehr so häufig zu Bettlägerigkeit und Immobilität führen.

Ein wichtiges Ziel der Stammzellforschung ist es, mithilfe der Alleskönner-Zellen Volkskrankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu therapieren. Erste klinische Studien lassen für die Zukunft hoffen. Doch der Weg hin zur Regenerativen Medizin und dem Tissue Engineering, also dem Züchten von kompletten Geweben und Organen, ist noch weit.

In einer alternden Gesellschaft werden allerdings auch Erkrankungen wie Krebs und Demenz weiter an Bedeutung zunehmen, denn je älter die Menschen werden, desto häufiger treten diese auf. Allein für Deutschland wird bis 2050 eine Verdopplung der Krebsfälle vorhergesagt. Geschätzte 4,8 Millionen Deutsche und deren Familien werden dann mit dieser Diagnose leben müssen. Sie hoffen auf wirkungsvolle Therapien. Diese sind jedoch nicht zum Nulltarif zu bekommen. Deswegen werden auf das Gesundheitssystem gewaltige Kosten zukommen. Experten prognostizieren für Krebserkrankungen derzeit für das Jahr 2050 allein 19 Milliarden Euro an Behandlungskosten. Bei der Demenz lauten die Zahlen: Anstieg von 900.000 auf mehr als 3 Millionen Patienten einhergehend mit einer Kostenexplosion von 6,2 Milliarden Euro auf über 15 Milliarden Euro. Sowohl bei Krebs als auch bei den Formen der Demenz wie Alzheimer oder andere neurodegenerative Krankheiten wie Parkinson hoffen die Wissenschaftler, mit Hilfe von Stammzellen maßgeschneiderte, hochwirksame Therapien zu entwickeln und ihnen so den Schrecken nehmen zu können. Vita 34 treibt die Stammzellenforschung mit einer eigenen Abteilung für Forschung und Entwicklung weiter voran. Unsere Experten arbeiten mit renommierten Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt zusammen, um bislang unheilbare Krankheiten mithilfe der „Alleskönnerzellen“ besiegen zu können.

Bis es so weit ist, wird jedoch noch viel Wasser in Köln den Rhein, in München die Isar, in Hamburg die Elbe, in Berlin die Spree, in Stuttgart den Neckar und in Leipzig die Weiße Elster hinunterfließen. Doch mit den gegebenen Tipps für ein gesundes Altern kann jeder bereits heute das Fundament für seine spätere Gesundheit legen. Fangen Sie daher gleich mit einer erforderlichen Portion Optimismus an: Vielleicht ist das Alter gar keine Bedrohung, sondern eine Chance! Die Lebenserfahrungen der „gewonnenen Generation“ sind für die Gesellschaft jedenfalls unbezahlbar.