Pankreaskrebs (Bauchspeicheldrüsenkrebs)

Ursachen, Symptome, Behandlung und Therapie

Pankreaskrebs: Ursachen und Symptome

Die Bauchspeicheldrüse ist eine endo- und exokrine Drüse und wird in der medizinischen Fachsprache Pankreas genannt. Sie bildet Verdauungsenzyme, die sie in den Zwölffingerdarm weiterleitet und Hormone, die direkt in das Blut überführt werden. Von Pankreaskrebs wird dann gesprochen, wenn sich in der Bauchspeicheldrüse bösartige (maligne) Tumore bilden. Die meisten Tumore entstehen im verdauungsenzymbildenden Bereich und in den innenliegenden Gängen des Organs.

Zu den Ursachen für die Krebserkrankung zählen Nikotinkonsum, Erbkrankheiten sowie eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung. Starkes Übergewicht, Vitamin-D-Mangel und Umwelteinflüsse wie krebserregende Stoffe (Karzinogene) stehen ebenfalls unter Verdacht, das Pankreaskarzinom zu begünstigen. Menschen, die an Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) leiden, erkranken doppelt so häufig an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Pankreaskrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung. Es sind überwiegend Männer zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr betroffen.

Ein langgezogener Schmerz im Oberbauch sowie ein neu auftretender Diabetes mellitus sind erste Symptome einer Pankreaskrebs-Erkrankung. Schreitet das Wachstum des Tumors unbemerkt fort, kann es zu einer Gelbsucht (Ikterus) kommen, die sich durch eine Gelbfärbung der Haut äußert. Die Gelbsucht tritt dann auf, wenn der Tumor bereits Gallengänge verengt und Abbauprodukte nicht mehr über die Gallenwege ausgeschieden werden können. Pankreaskrebs wird oftmals erst sehr spät bemerkt, vornehmlich dann, wenn die Oberbauchschmerzen gemeinsam mit Übelkeit, Erbrechen sowie Appetit- und Gewichtsverlust auftreten. Kommt es zum Verlust der Verdauungsenzyme, kann dies außerdem zu Fettstuhl führen. Ein weiteres Symptom sind Rückenschmerzen.

 

Pankreaskrebs: Behandlung und Therapie

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine Krebsform, der eine hohe Aggressivität nachgesagt wird. Patienten mit inoperablen Tumoren haben eine prognostizierte Überlebenszeit von maximal zwei Jahren. Nur etwa 10 bis 20 Prozent der Pankreaskrebs-Erkrankungen sind operabel. Ist dies der Fall, kommt eine sogenannte Kausch-Whipple-Operation in Frage. Hierbei werden der Pankreaskopf, die Gallenblase, der Gallengang, der Dünndarm sowie der untere Magenteil und regionale Lymphknoten entfernt. Bei einer pyloruserhaltenden Pankreaskopfresektion bleibt der Magen erhalten. Nach einer solchen Operation müssen die Betroffenen dauerhaft Verdauungsenzyme einnehmen und sich einer zusätzlichen Chemotherapie unterziehen.

Wird der Pankreaskrebs erst zu spät entdeckt, erfolgt die Behandlung palliativ, also im Sinne einer verlängerten Lebenszeit des Patienten. Sind Gallengänge verengt, kann wie bei einem Verschluss von Blutgefäßen ein Stent Abhilfe schaffen. Das kleine Röhrchen wird in das verengte Gefäß eingeführt, um es wieder durchlässig zu machen. Begleitend erfolgt eine Schmerztherapie.

 

Stammzellentherapie – Im Kampf gegen Tumorzellen

Pankreaskarzinome, die operabel sind, können zwar zunächst vollständig aus dem Körper des Patienten entfernt werden, jedoch tauchen diese nach geraumer Zeit oftmals erneut auf. Die Stammzellenforschung arbeitet in diversen Studien daran, neue Therapie-Methoden für Betroffene zu finden. So haben es sich Wissenschaftler im Universitätsklinikum Heidelberg zur Aufgabe gemacht, den Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs anzugehen. Hier wurden Patienten nach einer erfolgreichen Operation und Chemotherapie mit Blutstammzellen behandelt, die aus dem Knochenmark von gesunden Geschwistern gewonnen wurden. Das geschwächte Immunsystem der krebskranken Probanden ist nicht mehr in der Lage, entartete Zellen mit Hilfe natürlicher Killerzellen zu bekämpfen, da die Chemotherapie die Abwehrbarrieren schwächt. Bei gesunden Menschen werden krankhafte Zellen frühzeitig bekämpft, sodass sich kein Geschwür bilden kann. Die „fremden“ Stammzellen übernehmen den Kampf gegen die entarteten Zellen. Die dokumentierten Ergebnisse sind vielversprechend. Weitere Studien sollen nun belegen, ob Pankreaskrebs tatsächlich bald mithilfe einer Transplantation von Stammzellen geheilt werden kann.

Ein weiterer Ansatz arbeitet mit mesenchymalen Stammzellen, die vor allem im Nabelschnurgewebe vorkommen. Sie werden von Tumoren fast magisch angezogen. Experten gehen davon aus, dass eine chronische Gewebeentzündung bei Tumoren eine Rolle spielen kann – insbesondere beim Pankreaskrebs. Von mesenchymalen Stammzellen ist bekannt, dass sie sich vor allem in verletzten Geweben ansiedeln, um dort mit Reparaturprozessen zu starten. Als „Retter in der Not“ regenerieren sie folglich auch Entzündungsschäden. Geraten diese Geweberepaturprozesse außer Kontrolle, könnten die mesenchymalen Stammzellen am Wachstum der Pankreaskarzinome mit beteiligt sein. Diese Vermutung legen Versuche mit Mäusen nahe. Studien müssen nun zeigen, ob es beim Menschen ähnliche Zusammenhänge gibt. Aus diesen Ergebnissen würden sich jedoch auch weitere Behandlungsoptionen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ergeben.

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Stammzellen

Stammzellen sind die Bausteine des Lebens. Jede der über 100 Billionen Körperzellen eines Erwachsenen geht aus einer Stammzelle hervor. Durch Vermehrung und Differenzierung der Stammzellen entstehen mehr als 200 verschiedene Zellarten. Die natürlichen Aufgaben von Stammzellen sind Aufbau, Regeneration und Reparatur. Diese Fähigkeiten der Stammzellen nehmen – ausgehend von der befruchteten Eizelle – bereits während der Embryonalentwicklung und später während des gesamten Lebens kontinuierlich ab. Dies erklärt, weshalb gerade junge Stammzellen für eine medizinische Anwendung von besonderem Interesse sind.

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Nabelschnurblut

Im Blutkreislauf Ihres Babys befinden sich Millionen Stammzellen. Nach dem Abnabeln bleibt ein Rest dieses stammzellreichen Blutes in der Nabelschnur zurück. Zwischen 60 und 200 Milliliter des kostbaren Gutes "Nabelschnurblut" können bei einer Punktion der Nabelschnurvene gewonnen werden. Die Gewinnung der Nabelschnurblut-Stammzellen ist einfach, sicher, schmerzfrei und ohne Risiko für Mutter und Kind. Und noch ein Vorteil: Die Stammzellen sind zu diesem Zeitpunkt noch vollständig intakt, in der Regel virenfrei, äußerst agil und teilungsfreudig.

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