Paul-Ehrlich-Institut (PEI)

Was ist das Paul-Ehrlich-Institut?

Beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) handelt es sich um das „deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel“. Bis 2009 galt übrigens die Bezeichnung „Bundesamt für Sera und Impfstoffe“. Das Paul-Ehrlich-Institut ist dem Bundesministerium für Gesundheit unterstellt. Es hat den Status einer Bundesoberbehörde, d. h. es ist für das gesamte Bundesgebiet zuständig. Die Anfänge dieser Behörde gehen bereits auf das Jahr 1896 zurück. Damals wurde in Steglitz bei Berlin das „Institut für Serumforschung und Serumprüfung“ gegründet. Der Namensträger, Paul Ehrlich, war sein erster Direktor. Für seine Forschungen zur Immunologie erhielt er 1908 den Nobelpreis für Medizin.

Heute befindet sich das PEI in Langen in der Nähe von Frankfurt am Main.

 

Was sind die Aufgaben des Paul-Ehrlich-Instituts?

Die Kernaufgabe des Paul-Ehrlich-Instituts ist die Zulassung von neuen Arzneimitteln und die Chargenfreigabe gemäß dem deutschen Arzneimittelgesetz. Dazu zählen nicht nur biomedizinische Präparate für Menschen, sondern auch für Tiere. Das sind zum Beispiel Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten, Präparate mit Antikörpern, die unter anderem bei Krebserkrankungen angewendet werden, oder spezielle Allergenpräparate. Ein Fokus liegt dabei auf Arzneipräparaten für bisher noch recht neuartige Therapieansätze wie zum Beispiel die Gentherapie oder die Zelltherapie.

Während Paul Ehrlich seinerzeit mit rund 10 Mitarbeitern ungefähr 60 Prüfmuster pro Monat bearbeitete, sind heute am Institut fast 800 Mitarbeiter beschäftigt. Sie müssen jedes Jahr 9.000 Chargen und darüber hinaus noch 400 bis 500 Zulassungen und Verlängerungen prüfen.

Angelehnt an die Zulassung von Arzneimitteln beschäftigt sich das Paul-Ehrlich-Institut überdies mit Forschungsaufgaben, Produktprüfungen, der Überprüfung von Nebenwirkungen einzelner Arzneimittel und der Zulassung klinischer Studien zu den entsprechenden Präparaten. Außerdem informiert das PEI regelmäßig über die Sicherheit und die Risiken verschiedener Impfungen während der Schwangerschaft und der Stillzeit und hält dadurch Ärzte und Apotheker stets auf dem aktuellsten Stand der Forschung.

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Stammzellen

Stammzellen sind die Bausteine des Lebens. Jede der über 100 Billionen Körperzellen eines Erwachsenen geht aus einer Stammzelle hervor. Durch Vermehrung und Differenzierung der Stammzellen entstehen mehr als 200 verschiedene Zellarten. Die natürlichen Aufgaben von Stammzellen sind Aufbau, Regeneration und Reparatur. Diese Fähigkeiten der Stammzellen nehmen – ausgehend von der befruchteten Eizelle – bereits während der Embryonalentwicklung und später während des gesamten Lebens kontinuierlich ab. Dies erklärt, weshalb gerade junge Stammzellen für eine medizinische Anwendung von besonderem Interesse sind.

Alleskönner zum Regenerieren, Spezialisieren & Reparieren
Als einmalige Stammzellquelle ein kostbares Gut

Nabelschnurblut

Im Blutkreislauf Ihres Babys befinden sich Millionen Stammzellen. Nach dem Abnabeln bleibt ein Rest dieses stammzellreichen Blutes in der Nabelschnur zurück. Zwischen 60 und 200 Milliliter des kostbaren Gutes "Nabelschnurblut" können bei einer Punktion der Nabelschnurvene gewonnen werden. Die Gewinnung der Nabelschnurblut-Stammzellen ist einfach, sicher, schmerzfrei und ohne Risiko für Mutter und Kind. Und noch ein Vorteil: Die Stammzellen sind zu diesem Zeitpunkt noch vollständig intakt, in der Regel virenfrei, äußerst agil und teilungsfreudig.

Gute Gründe für das Einlagern von Nabelschnurblut

  • Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe sind einfach und sicher zu gewinnen.
  • Kryokonserviert altern die Nabelschnurblut-Stammzellen nicht und behalten ihre vitalen Eigenschaften.
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  • Einmal eingelagert, können die Nabelschnurblut-Stammzellen unter Umständen auch für erkrankte Geschwister Hilfe bedeuten.
  • In klinischen Studien werden weltweit neue Therapien und Anwendungsgebiete erprobt.