Pressemitteilung vom

Stammzellen aus Deutschland für australisches Kind

Weltweite Spendersuche führte nach Leipzig

Eine Stammzelltransplantation ist in vielen Fällen die einzige Therapieoption für lebensbedrohlich erkrankte Menschen. Manchmal müssen dafür große Distanzen überwunden werden, um nach weltweiter Suche ein passendes Präparat zum Patienten zu bringen. Ein aktueller Fall belegt anschaulich den Aufwand und die oftmals notwendige internationale Zusammenarbeit, damit der Empfänger rechtzeitig mit der Stammzellspende versorgt werden kann. Hintergrund des logistischen Kraftaktes ist der Fall eines 2013 geborenen Jungen in Australien, der aufgrund der Stoffwechselerkrankung Sphingolipidose an einer so genannten metachromatischen Leukodystrophie leidet. Die Suche nach einer geeigneten Stammzellspende führte im März zu dem Leipziger Unternehmen Vita 34, der zweitgrößten Stammzellbank in Europa.

Hier waren vor einigen Jahren Stammzelldepots aus Nabelschnurblut für das Norddeutsche Knochenmark– und Stammzellspender-Register (NKR) angelegt worden. Als sich jetzt für eines dieser Präparate Übereinstimmungen mit dem australischen Patienten ergaben, musste in kürzester Zeit ein Transport auf die andere Seite des Globus organisiert werden. Eingebunden in die Aktion waren neben dem NKR und Vita 34 auch das Zentrale Knochenmarkregister Deutschland, die entsprechenden Register und das Transplantationszentrum in Australien, die Zollbehörden auf beiden Kontinenten sowie nicht zuletzt die Lufthansa, die ein Röntgen des Präparates an den Flughäfen verhindern musste. Dass diese globalen Anstrengungen gerechtfertigt waren, zeigte sich spätestens mit den Ergebnissen des Confirmatory Typing, einer erweiterten Typisierung, die parallel zu den Transportvorbereitungen durchgeführt wurde: Das Präparat stimmt in zehn von zehn Gewebemerkmalen mit denen des Patienten überein und entspricht damit aus biologischer Sicht einem Sechser im Lotto. Alle an dem Projekt Beteiligten drücken dem kleinen Patienten jetzt die Daumen.


Über Vita 34

Vita 34 in Leipzig wurde 1997 als erste private Nabelschnurblutbank Europas gegründet und bietet als Komplettanbieter für Kryokonservierung die Entnahmelogistik, die Aufbereitung und die Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe an. Stammzellen sind ein wertvolles Ausgangsmaterial für die medizinische Zelltherapie und werden bei Temperaturen um minus 180 Grad Celsius am Leben erhalten, um bei Bedarf im Rahmen einer Behandlung eingesetzt werden zu können. Mehr als 215.000 Kunden aus Deutschland und weiteren 28 Ländern haben bereits mit einem Stammzelldepot bei Vita 34 für die Gesundheit ihrer Kinder vorgesorgt.

 

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