Pressemitteilung vom

Der Vita 34-Stammzelltag 2016 - Neues Veranstaltungsformat erfolgreich gestartet

Thema des ersten Stammzelltages: Regenerative Medizin

Wien, 4. Juni 2016.
Rund fünfzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich beim Kurzsymposium mit hochkarätigen Referenten zum Thema „regenerative Medizin“. Veranstaltet wurde der Stammzelltag 2016 von Vita 34 Österreich am Samstag, 4. Juni 2016, im Haus der Musik in Wien.

„Dass unser erster österreichischer Stammzelltag ein so positives Publikums-Echo gefunden hat, freut mich natürlich besonders. Bedanken möchte ich mich auch bei den Vortragenden, die den Besucherinnen und Besuchern unseres Kurzsymposium erstklassige Einblicke in ein höchst spannendes Thema geben konnten. Wir werden die neue Reihe der Stammzelltage am ersten Juni-Samstag des kommenden Jahres 2017 definitiv fortsetzen“, gibt Veranstalter Gernot Erlach, Geschäftsführer der Stammzellbank Vita 34 Gesellschaft für Zelltransplantate m.b.H. in Wien, ein Versprechen für die Zukunft.

Ab sofort wird nun alljährlich ein aktuelles Thema in kompakter Form im Rahmen eines Kurzsymposiums einem Fachpublikum – Ärztinnen und Ärzten, Hebammen, BiotechnologInnen und ForscherInnen – von renommierten Fachexperten präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Spitzenforscher über die Regenerative Medizin

Das Thema „Regenerative Medizin“ zählt zu den Themen der Zukunft – sowohl in der Medizin selbst als auch im Rahmen allgemeingesellschaftlicher Entwicklungen, Stichworte „demographischer Wandel“, „alternde Gesellschaft“ und „gesundes Altern“. Die Inputs am Stammzelltag 2016 von Vita 34 waren fachlich ebenso tief wie breit gefächert:

Keynote zum Thema „Stammzellbasierte Regeneration von Blut und Gewebe“ (Univ.-Prof. Dr. Peter Schlenke, Vorstand der Univ.-Klinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Medizinische Universität Graz)

Fachvortrag I „Autologe Stammzell Tx in der klinischen Praxis“ (OA Dr. Reinhard Ruckser, Facharzt für Innere Medizin, Oberarzt der II. med. Abteilung im Donauspital Wien)

Fachvortrag II „Mesenchymale Stammzellen in der Regenerativen Medizin(Univ.-Prof. Dr. Michael Bernhard Fischer, Leiter für Biomedizinische Technologie, Donau-Universität Krems)

Fachvortrag III: „Stammzellentherapie am Bewegungsapparat“ (Univ.-Prof. Dr. Stefan Nehrer, Dekan für Fakultät Gesundheit und Medizin, Departmentleiter Gesundheitswissenschaften und Biomedizin, Donau Universität Krems)

In einer abschließenden Diskussionsrunde, moderiert von Vita 34-Geschäftsführer Gernot Erlach und Dr. Michael Feuchtmüller, medizinischer Berater von Vita 34, beleuchtete die Expertenrunde die „Zukunftsperspektiven der Regenerativen Medizin“. Für Michael Feuchtmüller besonders faszinierend: „Bei der Behandlung einer Zerebralparese sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Behandlung mit Stammzellen aus Nabelschnurblut am vielversprechendsten. Große Erfolge hat man in letzter Zeit gerade auch  durch die Züchtung von Mini-Organen aus Stammzellen erzielt. Diese sogenannten ‚Organoide‘ werden vor allem die Therapiemöglichkeiten kurzerhand revolutionieren, indem unzählige Substanzen in den Bibliotheken der Pharmafirmen für Medikamententests verwendet und so effizienter und schneller getestet und beurteilt werden können, was wiederum das Risiko für die am Menschen letztendlich angewendeten Substanzen minimiert und die Entwicklung neuer Medikamente beschleunigt.“

Nutzenaspekte der Stammzellvorsorge

Die Vorsorge mit Stammzellen aus Nabelschnurblut verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele: Durch die Einlagerung von Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe und die Aufbereitung der darin enthaltenen Stammzellen eines Neugeborenen kann für spätere Behandlungen mit eigenen Stammzellen dieses Menschen (und in vielen Fällen auch von nahen Angehörigen wie Geschwistern) vorgesorgt werden. Das wird als Eigenspende (autolog) bezeichnet. Aus diesem Material können aber auch Stammzelltransplantate hergestellt werden, durch die anderen Menschen bei bestimmten Krankheiten geholfen werden kann. Das wird als Fremdspende (allogen) bezeichnet.

„Tatsache ist, dass es immer mehr Studien-Therapieansätze mit Stammzellen gibt. Unabhängig von der Quelle.  Falls keine Knochenmarkstammzellen oder peripheren Blutstammzellen einsetzbar sind, sind Stammzellen aus Nabelschnurblut eine gute Alternative. Vita 34 ermöglicht als einzige Bank eine Einlagerung auch mit Fremdspendenoption und ist somit die einzige aktive öffentliche Nabelschnurblutbank in Österreich“, berichtet Michael Feuchtmüller.