Gesundheit

Hyaluronsäure in der Schwangerschaft

Ästhetische Behandlungen und Hautpflege gewinnen zunehmend an Bedeutung – auch während der Schwangerschaft. Eine häufige Frage betrifft dabei die Verwendung von Hyaluronsäure: Ist sie in der Schwangerschaft sicher und worauf sollte man achten?

Welche Funktion hat Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist eine körpereigene Substanz, die sich unter anderem in der Haut, in den Gelenken und im Bindegewebe befindet. Aufgrund ihrer besonderen chemischen Eigenschaften kann sie große Mengen Wasser binden und trägt so wesentlich zur Elastizität, Festigkeit und Feuchtigkeit der Haut bei.

In jungen Jahren ist der Hyaluronsäuregehalt in der Haut besonders hoch, was für ein glattes und pralles Hautbild sorgt. Mit zunehmendem Alter nimmt dieser Anteil ab, wodurch die Haut an Spannkraft verliert und Falten entstehen können.

Neben ihrer Bedeutung für die Haut spielt Hyaluronsäure auch eine wichtige Rolle in den Gelenken: Sie sorgt für eine optimale Schmierung, schützt die Gelenkflächen vor Reibung und unterstützt die Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen.

In der Kosmetik ist Hyaluronsäure daher ein häufiger Bestandteil von Cremes, Seren und Lotionen. In der ästhetischen Medizin wird sie zudem für injektionsbasierte Behandlungen wie Faltenunterspritzungen oder Lippenbehandlungen verwendet.

Hyaluronsäure in der Schwangerschaft – ist sie sicher?

Die Schwangerschaft ist eine besondere Phase, in der viele Wirkstoffe und medizinische Eingriffe kritisch betrachtet werden müssen. Das gilt auch für Hyaluronsäure – je nach Anwendungsform.

Injektionsbasierte Behandlungen mit Hyaluronsäure, wie Faltenunterspritzungen oder Lippenbehandlungen, gelten während der Schwangerschaft als nicht empfohlen und sollten in dieser Zeit vermieden werden. Der Grund dafür ist nicht eine nachgewiesene Schädlichkeit der Substanz selbst, sondern das Fehlen ausreichender Studien zur Sicherheit solcher Eingriffe in der Schwangerschaft.

Anders verhält es sich bei der äußerlichen Anwendung:
Kosmetische Produkte wie Cremes, Seren oder Lotionen, die Hyaluronsäure enthalten, gelten in der Regel als unbedenklich für Schwangere. Sie können dabei helfen,

  • die Haut intensiv mit Feuchtigkeit zu versorgen,
  • Spannungsgefühle zu lindern,
  • Hautirritationen zu reduzieren
  • und die natürliche Hautschutzbarriere zu stärken.

Die einzige bekannte Einschränkung besteht bei einer möglichen Überempfindlichkeit gegenüber Inhaltsstoffen des jeweiligen Produkts. Besonders wichtig sind natürliche, biologische Inhaltsstoffe in der Kosmetik – ohne synthetische Duftstoffe und Mikroplastik sowie mit strengen Bio-Siegeln und Zertifizierungen.

Da jede Schwangerschaft individuell verläuft, ist es dennoch sinnvoll, bei Unsicherheiten oder empfindlicher Haut vor der Anwendung neuer Pflegeprodukte Rücksprache mit einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen zu halten.

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Hinweis

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Unsicherheiten oder individuellen Fragen sollte eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert werden.