Geburtswehen – was sollte man darüber wissen?
Geburtswehen sind das Zeichen, auf das viele werdende Mütter warten – sie bedeuten, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht. Doch nicht jede Kontraktion ist bereits ein Hinweis auf die bevorstehende Geburt. In diesem Artikel erfährst du, wie sich echte Geburtswehen erkennen lassen und wie man mit ihnen besser umgehen kann.
Wie fühlen sich Geburtswehen an?
Uteruskontraktionen (Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur) sorgen dafür, dass sich der Muttermund öffnet und das Baby durch den Geburtskanal treten kann. Zu Beginn treten die Wehen in größeren Abständen auf und dauern meist nur wenige Sekunden. Mit dem Fortschreiten der Geburt werden sie häufiger, länger und intensiver. Typisch ist ein ziehender Schmerz, der vom Oberbauch in den Rücken sowie in die Leisten oder Oberschenkel ausstrahlen kann.
Wie erkennt man echte Geburtswehen?
Geburtswehen sind regelmäßig, nehmen an Intensität zu und treten in kürzeren Abständen auf. Im Gegensatz zu Übungswehen (sogenannte Braxton-Hicks-Kontraktionen) lassen sie sich nicht durch Ruhe oder einen Positionswechsel lindern oder unterbrechen.
Wie zählt man Geburtswehen richtig?
Mit einer Stoppuhr oder einer speziellen App kann sowohl die Dauer einer einzelnen Wehe als auch der Abstand zur nächsten gemessen werden. Dabei gilt: Die Dauer wird vom ersten Ziehen bis zum vollständigen Abklingen der Wehe gemessen. Der Abstand beginnt mit dem Start einer Wehe und endet mit dem Beginn der nächsten.
Wann sollte man ins Krankenhaus fahren?
Bei regelmäßig auftretenden Wehen in einem Abstand von etwa 7 bis 10 Minuten ist es ratsam, sich auf den Weg ins Krankenhaus zu machen. Eine frühere Abfahrt kann notwendig sein bei:
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starkem Blutverlust
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Fruchtwasserabgang
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deutlich reduzierten Kindsbewegungen
Im Zweifelsfall sollte immer Kontakt mit der betreuenden Hebamme oder Ärztin aufgenommen werden.
Was hilft gegen den Schmerz bei Geburtswehen?
Zur Linderung von Wehenschmerzen können verschiedene Methoden helfen, z. B.:
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bewusste Atemtechniken
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Bewegung und Positionswechsel
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Sitzen auf einem Gymnastikball
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warme Bäder oder Duschen
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Massagen durch den Partner oder die Partnerin
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eine ruhige, vertraute Umgebung
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mentale Vorbereitung durch Hypnobirthing oder Visualisierung
Hinweis:
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Unsicherheiten oder individuellen Beschwerden sollte stets eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.




