Zygote

Was ist eine Zygote und welche Eigenschaften hat sie?

Die Zygote entsteht im Zuge der Befruchtung durch die Verschmelzung von Eizelle und Spermium. Bei der weiblichen Eizelle und dem männlichen Spermium handelt es sich um haploide Zellen, die im Gegensatz zu anderen, diploiden Körperzellen nur über einen einfachen Chromosomensatz mit jeweils 23 Chromosomen verfügen. Mit der Zygote entsteht aus der Oozyte also wieder eine diploide Zelle mit einem doppelten Chromosomensatz aus 46 Chromosomen. In der Zygote sind nun die Erbinformationen von Mutter und Vater enthalten und die Embryonalentwicklung beginnt.

Die Eizelle ist mit 0,11 bis 0,14 mm wesentlich größer als das Spermium und steuert deshalb neben ihrer DNA auch die zelluläre Umgebung wie das Cytoplasma (Zellwasser) und die Mitochondrien zur Zygote bei. Das Spermium bestimmt unterdessen das Geschlecht des Kindes, denn dieses hängt davon ab, ob das Spermium über ein X-Chromosom (Mädchen) oder ein Y-Chromosom (Junge) verfügt.

 

Was passiert im weiteren Verlauf mit der Zygote?

Die Befruchtung und damit die Entstehung der Zygote bildet den Anfang der Embryogenese, also der Entwicklung des Babys. Zunächst beendet die befruchtete Eizelle die zweite meiotische Teilung, die sie bereits vor der Befruchtung begonnen hat. Erst danach können die beiden Chromosomensätze zusammengeführt werden. In den ersten Tagen nach der Verschmelzung durchläuft die Zygote mehrere Teilungen, die auch als Furchungsteilungen bezeichnet werden. Dabei teilt sie sich in viele Tochterzellen, die sogenannten Blastomere. Nach vier Tagen besteht die Zygote aus etwa 16 bis 32 Blastomeren. Ihre Größe hat sich jedoch insgesamt bisher nicht verändert, da sie zum Schutz von der Zona pellucida umgeben ist. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit einer Maulbeere wird die Zygote ab diesem Zeitpunkt als Morula bezeichnet. Während der Entwicklung von der Zygote über die Morula bis hin zur Blastocyste wandert die befruchtete Eizelle durch den Eileiter bis in den Uterus. Sie nistet sich schließlich am sechsten Entwicklungstag in die Gebärmutter ein. Damit ist das Keimstadium abgeschlossen und die Schwangerschaft beginnt.

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Stammzellen

Stammzellen sind die Bausteine des Lebens. Jede der über 100 Billionen Körperzellen eines Erwachsenen geht aus einer Stammzelle hervor. Durch Vermehrung und Differenzierung der Stammzellen entstehen mehr als 200 verschiedene Zellarten. Die natürlichen Aufgaben von Stammzellen sind Aufbau, Regeneration und Reparatur. Diese Fähigkeiten der Stammzellen nehmen – ausgehend von der befruchteten Eizelle – bereits während der Embryonalentwicklung und später während des gesamten Lebens kontinuierlich ab. Dies erklärt, weshalb gerade junge Stammzellen für eine medizinische Anwendung von besonderem Interesse sind.

Alleskönner zum Regenerieren, Spezialisieren & Reparieren
Als einmalige Stammzellquelle ein kostbares Gut

Nabelschnurblut

Im Blutkreislauf Ihres Babys befinden sich Millionen Stammzellen. Nach dem Abnabeln bleibt ein Rest dieses stammzellreichen Blutes in der Nabelschnur zurück. Zwischen 60 und 200 Milliliter des kostbaren Gutes "Nabelschnurblut" können bei einer Punktion der Nabelschnurvene gewonnen werden. Die Gewinnung der Nabelschnurblut-Stammzellen ist einfach, sicher, schmerzfrei und ohne Risiko für Mutter und Kind. Und noch ein Vorteil: Die Stammzellen sind zu diesem Zeitpunkt noch vollständig intakt, in der Regel virenfrei, äußerst agil und teilungsfreudig.

Gute Gründe für das Einlagern von Nabelschnurblut

  • Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe sind einfach und sicher zu gewinnen.
  • Kryokonserviert altern die Nabelschnurblut-Stammzellen nicht und behalten ihre vitalen Eigenschaften.
  • Für den eigenen Körper sind sie am besten verträglich - das Gewebe stimmt zu 100 Prozent überein.
  • Dass keine Abstoßungsreaktionen auftreten, ist vor allem für die Regenerative Medizin ein großer Vorteil.
  • Einmal eingelagert, können die Nabelschnurblut-Stammzellen unter Umständen auch für erkrankte Geschwister Hilfe bedeuten.
  • In klinischen Studien werden weltweit neue Therapien und Anwendungsgebiete erprobt.