Murine Stammzellen

Was sind murine Stammzellen und wozu werden sie verwendet?

Murine Stammzellen sind die Stammzellen der Maus. Diese werden sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der medizinischen Forschung verwendet und helfen Wissenschaftlern dabei, verschiedene Krankheitsprozesse besser zu verstehen. Da die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen ethisch sehr umstritten und daher gesetzlich stark reglementiert ist, bieten murine embryonale Stammzellen hier eine Alternative.

 

Wie werden die murinen Stammzellen in der Forschung eingesetzt?

Murine Stammzellen können genetisch verändert und anschließend in die Blastozyste einer Maus eingesetzt werden. Dies geschieht beispielsweise, um gezielt ein oder mehrere Gene auszuschalten, weshalb die so gezüchteten Mäuse auch Knockout-Mäuse genannt werden. An ihnen können Forscher verschiedene biologische Entwicklungsprozesse sowie den Einfluss bestimmter Genfunktionen auf die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten studieren. Außerdem können Wissenschaftler im Labor (in-vitro) beobachten, wie sich die murinen Stammzellen in unterschiedliche Zelltypen ausdifferenzieren. Darüber hinaus lässt sich an murinen Stammzellen auch die Wirkung von Medikamenten testen.

 

Wie gut lassen sich die Mausmodelle auf den Menschen übertragen?

Das Ziel der Forschung mit murinen Stammzellen ist es, mögliche Medikamente und andere Therapiemöglichkeiten für Krankheiten zu finden. Viele menschliche Krankheiten werden durch eine genetische Fehlfunktion verursacht, welche die Forscher mithilfe des Mausmodells nachahmen und genau untersuchen können. Mäuse sind dazu gegenüber anderen Tieren besonders geeignet, da die Organisation ihrer DNA sowie ihre Reproduktions- und Nervensysteme denen des Menschen sehr ähnlich sind und sie außerdem ebenfalls an Krankheiten wie Diabetes und Krebs erkranken. Trotz allem lassen sich nicht alle Untersuchungsergebnisse, die mithilfe der murinen Stammzellen gewonnen werden, auf den Menschen übertragen, da etwa die Ausdifferenzierung zu anderen Zelltypen durch andere Hormone angeregt wird.

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Stammzellen

Stammzellen sind die Bausteine des Lebens. Jede der über 100 Billionen Körperzellen eines Erwachsenen geht aus einer Stammzelle hervor. Durch Vermehrung und Differenzierung der Stammzellen entstehen mehr als 200 verschiedene Zellarten. Die natürlichen Aufgaben von Stammzellen sind Aufbau, Regeneration und Reparatur. Diese Fähigkeiten der Stammzellen nehmen – ausgehend von der befruchteten Eizelle – bereits während der Embryonalentwicklung und später während des gesamten Lebens kontinuierlich ab. Dies erklärt, weshalb gerade junge Stammzellen für eine medizinische Anwendung von besonderem Interesse sind.

Alleskönner zum Regenerieren, Spezialisieren & Reparieren
Als einmalige Stammzellquelle ein kostbares Gut

Nabelschnurblut

Im Blutkreislauf Ihres Babys befinden sich Millionen Stammzellen. Nach dem Abnabeln bleibt ein Rest dieses stammzellreichen Blutes in der Nabelschnur zurück. Zwischen 60 und 200 Milliliter des kostbaren Gutes "Nabelschnurblut" können bei einer Punktion der Nabelschnurvene gewonnen werden. Die Gewinnung der Nabelschnurblut-Stammzellen ist einfach, sicher, schmerzfrei und ohne Risiko für Mutter und Kind. Und noch ein Vorteil: Die Stammzellen sind zu diesem Zeitpunkt noch vollständig intakt, in der Regel virenfrei, äußerst agil und teilungsfreudig.

Gute Gründe für das Einlagern von Nabelschnurblut

  • Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe sind einfach und sicher zu gewinnen.
  • Kryokonserviert altern die Nabelschnurblut-Stammzellen nicht und behalten ihre vitalen Eigenschaften.
  • Für den eigenen Körper sind sie am besten verträglich - das Gewebe stimmt zu 100 Prozent überein.
  • Dass keine Abstoßungsreaktionen auftreten, ist vor allem für die Regenerative Medizin ein großer Vorteil.
  • Einmal eingelagert, können die Nabelschnurblut-Stammzellen unter Umständen auch für erkrankte Geschwister Hilfe bedeuten.
  • In klinischen Studien werden weltweit neue Therapien und Anwendungsgebiete erprobt.