Fruchtblase

Woraus besteht die Fruchtblase und wozu dient sie?

Bei der Fruchtblase – auch Fruchthöhle genannt – handelt es sich um einen Membransack aus sehr dünnem, aber gleichzeitig extrem dehnbarem Gewebe. Er bildet sich in den ersten Wochen der Schwangerschaft aus der äußeren Zellschicht der Blastocyste, dem Trophoblast. Die Fruchtblase dient dem Fötus während des Heranwachsens in der Gebärmutter als rundum schützender Kokon.

Genau genommen besteht die Fruchtblase aus zwei Schichten: Der als Amnion bezeichneten inneren Schicht und der als Chorion bezeichneten äußeren Schicht. Die innere Schicht ist eine feine Eihaut. Sie reguliert die Bildung des Fruchtwassers. Die äußere Schicht ist durch Zotten mit der Gebärmutterschleimhaut verbunden und regelt darüber den lebensnotwendigen Stoffaustausch zwischen Kind und Mutter.

Die Fruchtblase ist mit Fruchtwasser gefüllt, das den Fötus ideal vor Stößen und Lärm schützt. Außerdem sorgt es für eine gleichbleibend angenehme Umgebungstemperatur. Darüber hinaus enthält das Fruchtwasser unter anderem Mineralien und Spurenelemente für die Versorgung des ungeborenen Kindes.

 

Wann platzt die Fruchtblase?

Durch die Einwirkung der Wehen platzt die Fruchtblase am Ende der Schwangerschaft. In vielen Fällen geht das komplette Fruchtwasser, dessen Menge kurz vor der Geburt bei rund 800 ml bis 1000 ml liegt, in einem kompletten Schwall ab. Das Platzen ist vollkommen schmerzlos, weil die Fruchtblase keinerlei Schmerzrezeptoren besitzt.

Oftmals ist der Kopf des Babys jedoch bereits so weit ins Becken gerutscht, dass er den Ausgang über den Muttermund nahezu komplett abdichtet. Dadurch entweicht das Fruchtwasser nur tropfenweise und fast unmerklich. Dies ist eine Erklärung, warum manche Frauen den Blasensprung gar nicht als solchen wahrnehmen. In Ausnahmefälle kann die Fruchtblase bereits in einem früheren Stadium der Schwangerschaft platzen. Ein solcher vorzeitiger Blasensprung ist einer der Hauptgründe für Frühgeburten.

Bei den ersten Anzeichen oder Vermutungen eines Blasensprungs sollten sich Schwangere auf den Weg ins Krankenhaus oder das Geburtshaus machen, denn das Platzen der Fruchtblase ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Geburt kurz bevor steht.

Zusammen mit der Plazenta ist die Fruchtblase der Bestandteil der Nachgeburt, die sich nach der Geburt von der Gebärmutterwand ablöst.

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