Diabetes mellitus Typ 1 bzw. auch „Zuckerkrankheit“

Ursachen, Symptome, Behandlung und Therapie

Diabetes mellitus Typ 1: Ursachen und Symptome

Beim Diabetes mellitus Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die meist bereits im Kindes- oder frühen Erwachsenenalter auftritt. Verursacht wird die Krankheit Experten zufolge durch ein Zusammenspiel von erblicher Veranlagung, äußeren Faktoren, wie bestimmten Virusinfektionen, und einer Fehlsteuerung des Immunsystems. Da die körpereigenen Immunzellen, die T-Lymphozyten, die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse angreifen und zerstören, kommt es beim Ausbruch des Diabetes mellitus Typ 1 rasch zu einem Insulinmangel und zu einem Ansteigen des Blutzuckerspiegels. Die Körperzellen können ohne Insulin keine Glukose aufnehmen, sodass diese über den Urin ausgeschieden wird und der Körper seine Energie aus dem Fettgewebe bezieht. Dies führt zu Symptomen wie häufigem Wasserlassen mit gesteigertem Durstgefühl, Gewichtsverlust, Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

 

Behandlung und Therapie von Diabetes mellitus Typ 1

Die Therapie des Diabetes mellitus Typ 1 besteht hauptsächlich darin, das fehlende Hormon Insulin künstlich zuzuführen. Dies geschieht in Form von Injektionen mit einer Spritze, einem Pen oder einer Insulinpumpe. Die Dosis richtet sich dabei nach dem vorhandenen Blutzuckerspiegel, der über die Nahrung zugeführten Kohlenhydratmenge sowie der körperlichen Aktivität und muss stets dementsprechend berechnet und angepasst werden. Außerdem werden bei der Behandlung zwei verschiedene Insulinarten kombiniert: Das kurzwirksame Insulin, auch Bolusinsulin genannt, welches den nach einer Mahlzeit ansteigenden Blutzuckerspiegel senkt sowie das Verzögerungsinsulin, auch Basisinsulin genannt, welches den ständigen Grundbedarf des Körpers absichert. Insgesamt sind so täglich vier bis sechs Spritzen erforderlich. Die Insulintherapie muss ein Leben lang durchgeführt werden, da eine ursächliche Heilung des Diabetes mellitus Typ 1 bisher nicht möglich ist.

 

Die Stammzellforschung sucht nach Alternativen zur Insulintherapie

Die Stammzellforschung hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht und so hegen Wissenschaftler die Hoffnung, viele Krankheiten mithilfe von Stammzellen heilen zu können, darunter auch Diabetes mellitus Typ 1. Da sich Stammzellen in verschiedene Zell- und Gewebearten ausdifferenzieren können, wird untersucht, ob so auch die bei der Krankheit betroffenen insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse künstlich gezüchtet und dem Patienten anschließend transplantiert werden können. Da bei der Verwendung von Spenderzellen Abwehrreaktionen des Immunsystems mithilfe von Medikamenten unterdrückt werden müssen, wird außerdem die Möglichkeit geprüft, die Zellen bereits in einem früheren Stadium zu transplantieren. Damit soll erreicht werden, dass sie sich erst im Körper zu insulinproduzierenden Zellen entwickeln. Langfristig könnte auf diese Weise die lebenslange Insulinzufuhr bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 überflüssig werden.[1]

 

In eigener Sache: Vita 34 hat bereits Stammzellen im Rahmen der Behandlung von Diabetes Typ 1 bereitgestellt

Stammzellen aus bei Vita 34 eingelagerten Stammzelldepots kamen bereits bei der Behandlung einzelner Diabetes mellitus Typ 1-Patienten zum Einsatz. Eine autologe Stammzelltransplantation erhielten bislang sieben Kinder (2 Mädchen sowie 5 Jungen) im Alter von zwei bis fünf Jahren.

 

Quellen:

  • [1] Vgl. u.a.: Pagliuca, F.; Millman, J.; Gürtler, M. (et al.): Generation of Functional Human Pancreatic β Cells In Vitro. IN: Cell, Volume 159, Issue 2, p428–439, 9 October 2014. DOI: 10.1016/j.cell.2014.09.040.
    und Razania, A.; Bruin, J.; Arora, P. (et al.): Reversal of diabetes with insulin-producing cells derived in vitro from human pluripotent stem cells. IN: Nature Biotechnology, 32, 1121–1133 (2014). DOI: 10.1038/nbt.3033

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