Akute myeloische Leukämie (AML)

Ursachen, Symptome, Behandlung und Therapie

Akute myeloische Leukämie: Ursachen und Symptome

Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine aggressive und schnell voranschreitende Erkrankung des blutbildenden Systems. Durch die unkontrollierte Vermehrung einer entarteten myeloischen Vorläuferzelle ist die Blutbildung gestört, was Symptome wie Müdigkeit, Blässe und eine gesteigerte Infektanfälligkeit mit Fieber hervorrufen kann. Auch kann es durch eine vergrößerte Milz zu Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen kommen. Häufig ist zudem eine Verminderung der Zahl an Thrombozyten, also der Blutplättchen, zu beobachten, was eine Blutungsneigung zur Folge hat. Die Ursache für die akute myeloische Leukämie ist vielfach unklar, Experten vermuten jedoch unter anderem ionisierende Strahlung, eine langjährige Belastung mit Benzol sowie Rauchen als Risikofaktoren für eine Erkrankung an Blutkrebs.

 

Behandlung und Therapie der akuten myeloischen Leukämie

Die Behandlung der akuten myeloischen Leukämie wird individuell auf den Patienten angepasst, da es sich nicht um ein einheitliches Krankheitsbild handelt. Da dieser Krebs unbehandelt innerhalb weniger Wochen zum Tode führt, ist es wichtig, sofort mit der Behandlung zu beginnen. Im Zentrum steht dabei die Chemotherapie, bei der verschiedene Zytostatika als Infusion, Spritze oder in Tablettenform verabreicht werden. Dadurch sollen die Krebszellen zerstört werden, damit anschließend wieder eine gesunde Blutbildung erfolgen kann. Die Chemotherapie gliedert sich dabei in mehrere Phasen und wird durch Intervalle unterbrochen, in denen sich gesunde Zellen erholen können. Die Behandlungsdauer bei der akuten myeloischen Leukämie beträgt etwa ein halbes Jahr, wobei der Therapieerfolg auch anschließend durch regelmäßige Untersuchungen überprüft werden muss.

 

Weitere Therapiemöglichkeiten durch die Stammzellforschung

Zeigt sich bei der Behandlung der akuten myeloischen Leukämie mit der Chemotherapie nicht der gewünschte Erfolg oder kommt es zu einem Rückfall, so besteht die Möglichkeit einer Stammzelltransplantation. Deren Ziel ist es, das kranke Knochenmark durch ein gesundes zu ersetzen. Dazu werden einem Spender blutbildende Stammzellen entnommen und dem Patienten nach einer hoch dosierten Chemotherapie zugeführt. Da es sich dabei um eine risikoreiche Therapie handelt, bei der es zu lebensgefährlichen Infektionen und Abstoßungsreaktionen kommen kann, kommt sie nicht für alle Patienten infrage. Wissenschaftler forschen deshalb nach Möglichkeiten, diese Risiken zu verringern und züchten aus induzierten pluripotenten Stammzellen Blutkrebszellen heran, um so den genauen Verlauf der akuten myeloischen Leukämie zu untersuchen und neue Wirkstoffe zu testen.[1]

 

In eigener Sache: Vita 34 hat bereits Stammzellen bei AML bereitgestellt

Einer 45 Jahre alten Patientin mit akuter myeloischer Leukämie wurden im Rahmen der Behandlung Stammzellen aus einem Vita34-Stammzelldepot verabreicht.

 

Quellen:

  • [1] Vgl. u.a.: Alyea, E.; Cochran, M.: Complex Case Study: Four Stem Cell Transplants for Acute Myeloid Leukemia (AML). IN: Advances in Hematologic Malignancies Issue 3, Spring 2014.
    und Reiffers, J.; Stoppa, A. M.; Attal, M. (et al.): Allogeneic vs autologous stem cell transplantation vs chemotherapy in patients with acute myeloid leukemia in first remission: the BGMT 87 study. IN: Leukemia. 1996 Dec;10(12):1874-82.

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